Die Lombarden

Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi
Text von Temistocle Soler
Koproduktion mit den St. Galler Festspielen

Die Oper erzählt vor dem Hintergrund des ersten Kreuzzuges von der Fehde zweier Brüder. Pagano war verbannt worden, als er im Streit um die Hand Viclindas seinen Bruder Arvino töten wollte. Zurück in Mailand, keimen wieder Rachegelüste in ihm auf, da er Viclinda noch immer liebt, die inzwischen mit seinem Bruder verheiratet ist. Als dann auch noch Arvino zum Anführer der Kreuzritter ernannt wird, unternimmt Pagano abermals einen Mordanschlag, dem sein eigener Vater zum Opfer fällt. In der neuerlichen Verbannung fristet Pagano das Leben eines Eremiten und will nun den Kreuzrittern als Zeichen der Buße zum Sieg über die Moslems verhelfen ...

Die Lombarden auf dem ersten Kreuzzug
, uraufgeführt 1843, markieren den eigentlichen Beginn der von Verdi selbst so bezeichneten „Galeerenjahre“. Von 1843 bis zum Rigoletto (1851) schuf er in dichtester Folge nicht weniger als 14 Opern! Die Lombarden setzen den in Nabucco eingeschlagenen Weg fort: An die Stelle eines stringenten Handlungsgefüges treten Bilder, die Gelegenheit zu spektakulären Szenen und großen Chor-Tableaux bieten. Das früher viel gescholtene Textbuch Soleras erweist sich dabei bisweilen als geradezu visionär, vor allem im Hinblick auf den Zusammenprall der Kulturen und Religionen unserer Tage.

Aufführungsdauer: ca. 3 Stunden inklusive Pause

Musikalische Leitung Samuel Bächli, Francesco Bottigliero (17.07., 18.07., 25.07. und 26.07.2012)
Inszenierung Guy Montavon
Szenische Einstudierung Patrick Bialdyga
Bühne Hank Irwin Kittel
Kostüme Uta Meenen
Chor Andreas Ketelhut

Premiere Do, 12. Juli 2012, 20 Uhr