de
| en

4734 Peanuts

CHOREOGRAFEN-WERKSTATT: In dieser Reihe werden sich u.a. bereits bekannte Tänzer, die in den verschiedensten Inszenierungen unseres Hauses mitwirkten, mit eigenen Choreografien vorstellen.

CHOREOGRAFEN-WERKSTATT 2
Tanzgastspiel Fatiga Taxux, Bonn
 
Das englische Wort Peanuts kann im übertragenen Sinne als „Kleinigkeiten ohne besondere Bedeutung“ oder auch als „spezifische Feinheiten von konkreten Themen“ verstanden werden. Die Zahl 4734 stellt eine Kombination des jeweiligen Alters der Beteiligten – also 47 und 34 Jahre – dar. Darüber hinaus soll die Menge an Erfahrungen repräsentiert werden, also 4734 Peanuts, die sich im Laufe eines Lebens angesammelt haben. In dem klar strukturierten Tanzstück orientieren sich die beiden Tänzer zunächst fiktiv an einem Weg, den sie separat beschreiten. Später vollzieht sich eine Symbiose der beiden Soli zu einem Dialog mit gemeinsamem Ziel. Der rote Faden sind die persönlichen Empfindungen der Figuren, den eine vielfältige Musikauswahl unterstreicht. So wird in einem Moment Broadwayluft spürbar und im nächsten entsteht eine intime und reduzierte Atmosphäre. Kraft und Intensität der Choreografien führen dabei mitunter zu physischer Erschöpfung, aus der Augenblicke der Leere und des Stillstands entstehen. Das Publikum wird zum Zeugen dieser Stimmungsvarianten, die primär über Körper, Präsenz und Bewegung der Tänzer vermittelt werden.
 
Die beiden Tänzer und Choreografen Valentí Rocamora i Torà und Ziv Frenkel haben nach mehreren gemeinsam erarbeiteten Inszenierungen 2010 Fatiga Taxux gegründet. Aus ihrer gleichen Auffassung von Tanz resultiert ein Spannungsverhältnis von Harmonie und Kontrast. Ihr Fokus liegt dabei auf Einfachheit, Kraft und Intensität und ist sowohl Ausgangspunkt als auch Ausdruck ihrer Choreografien. Ein zentrales Element von Fatiga Taxux ist dabei der facettenreiche Einsatz von Musik verschiedener Stilrichtungen, und gerne präsentieren sie sich in einem intimen Format, um so ihre eigene Welt nur durch die Bewegungen ihres Körpers vermitteln zu können. Ziv Frenkel war in Erfurt bereits mit dem großartigen Tänzerensemble des Messias zu den letzten DomStufen-Festspielen zu erleben.
 
Aufführungen Fr, 27. Mai l Sa, 28. Mai 2011, jeweils 20 Uhr, Studio