Mefistofele ist beste Inszenierung 2008/09

Die Oper Mefistofele von Arrigo Boito ist von der Gesellschaft der Theater- und Musikfreunde Erfurt am vergangenen 25. Oktober zur besten Operninszenierung der Spielzeit 2008/09 gekürt worden. Zur Wahl standen die acht Musiktheater-Eigenproduktionen des Theaters Erfurt, die auf der großen Bühne gezeigt wurden. Rund 37 Prozent der 1.420 Umfrage­teilnehmer entschieden sich für den italienischen Faust, der von Guy Montavon inszeniert, von Walter E. Gugerbauer musikalisch geleitet und von Peter Sykora ausgestattet wurde.

 „Teuflisch gute Gesänge“

Mefistofele und Gott sind in der Erfurter Inszenierung keine Konkurrenten, sondern Komplizen. Sie ringen um den von Faust entdeckten genetischen Code für den Humunkulus, einen künstlichen Menschen. „Guy Montavon hat dem Erfurter Theater nach Philip Glass‘ ‚Waiting for the Barbarians‘ erneut eine Meisterinszenierung geschenkt“, jubelte die Kritik [klassik.com]. „Teuflisch gute Gesänge“, eine „grandiose Bühne“ und eine „beeindruckende Ensembleleistung der Erfurter Sänger, Musiker und 140 Choristen“ attestierte auch die Thüringische Landeszeitung dem Mefistofele. In der Spielzeit 2011/12 wird die erfolgreiche Inszenierung wieder auf dem Programm stehen.

 Zum zweitliebsten Stück erklärten die Zuschauer das Musical My Fair Lady von Frederick Loewe. Gut 30 Prozent der Befragten favorisierten dieses turbulente Sprachexperiment, das aus dem Blumenmädchen Eliza eine Lady der feinen Gesellschaft machen soll. Den dritten Platz belegte mit knapp 9,5 Prozent Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach. Bereits zum sechsten Mal wurde der Zuschauerpreis durch die Gesellschaft der Theater- und Musikfreunde Erfurt in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Mittelthüringen und der Thüringer Allgemeinen ausgelobt und in einem feierlichen Rahmen überreicht.


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