Theatralisch verwandt: Erfurt und Gütersloh
„Neues erleben“ ist der Slogan des Theaters Gütersloh, das am vergangenen Wochenende nach zweijähriger Bauzeit feierlich eröffnet wurde. Der Architekt des Hauses ist Professor Jörg Friedrich. Sein Büro kreierte auch das Theater Erfurt. Dem Gütersloher Neubau ging - wie dem Erfurter auch – eine über viele Jahre kontrovers geführte Diskussion voraus, bevor im Mai 2008 der Grundstein für das neue Haus dort gelegt wurde, wo das alte stand.
Das Theater präsentiert sich nach außen als Kubus, aus dem der 26 Meter lange Bühnenturm nur unwesentlich herausragt. Zur Südseite beeindruckt das Haus durch eine 1000 Quadratmeter große Glasfläche, die auf allen Ebenen einen Blick ins Foyer erlaubt. Das Theaterinnere ist offen gestaltet. Das Haus strebt in die Höhe. Ganz oben befindet sich die 400 Quadratmeter große Skylobby, die Besuchern nicht nur einen einmaligen Blick über die Stadt bietet, sondern auch eine 16 Meter lange Theke und eine Cocktailbar mit etwa 120 Sitzplätzen, die auch außerhalb der Theatervorstellungen ein Treffpunkt sein soll.
Das Theater Gütersloh, das seit jeher ein „bespieltes“ Haus ohne eigenes Ensemble ist, bietet 520 Plätze, 156 davon im Rang.
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