Wut

Wut

Mit der von der griechischen Choreografin Toula Limnaios gegründeten Company gastiert eines der erfolgreichsten Ensembles für zeitgenössischen Tanz in Erfurt.

Über und unter der Oberfläche gären sie lange vor sich hin oder kochen über: Zorn, Aggressivität, Angst, Manipulation, Ohnmacht – Wut ist eine der menschlichsten und unheimlichsten Emotionen. Sie nimmt uns gefangen, zieht uns in ihren Bann, ob mit Hingabe, Verausgabung oder Ablehnung – man kann sich ihr nur schwer entziehen. WUT ist ein 2012 entstandenes Stück über Erschütterung und Protest. Es stürzt in eine Welt voller Widersprüchlichkeiten und zutiefst empfundener Unruhe. Die Choreografie einer unterschwellig vibrierenden Heraufbeschwörung, die gleichzeitig etwas fiebrig Glühendes hat, eine existentielle Reibung, eine aufbrechende Wunde, ein Aufwallen der Wut verkörpert. Ausgangspunkt können Dinge sein, die zum Nachdenken anregen, zornig machen, uns spalten oder vereinen.

„Verstörende Bilder menschlicher Angst, allmächtiger psychischer wie physischer Überforderung und Ohnmacht. Mensch und Welt – Welt und Menschen – die Risse, die Toula Limnaios in Zeiten der Sprachlosigkeit metaphorisch freilegt, schmerzen. … Die cie. toula limnaios zeigt Bruchstücke der Verzweiflung. Ein Tanztheater, das in Zeiten der Geschwätzigkeit die existenzielle Sprachlosigkeit thematisiert, damit der Mensch in seiner existentiellen Not zur Sprache kommt. Es ist ein Tanzstück der Not am unerträglichen Sein, mit jedem Verlust von Menschlichkeit gewinnt die Fratze des Inhumanen beängstigende Konturen.“ (Dr. K. Schmidt-Feister, Neues Deutschland)

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