Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute

Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute

Das wohlgeordnete Leben von Papa Pavian, Herrn Mufflon und dem Murmeltiermädchen gerät eines Tages völlig durcheinander, als ein neuer Bär in ihrem Zoo eintrifft. Der stellt nämlich unangenehme Fragen über die Vorgänge auf der anderen Seite des Zauns und möchte der Ursache für den üblen Gestank auf den Grund gehen, der regelmäßig aus dem Schornstein herüberweht. Als der Bär es nicht länger aushält, fasst er einen mutigen Plan …
Die fiktive Geschichte spielt im historisch verbürgten Zoo des Konzentrationslagers Buchenwald, den der erste Lagerkommandant 1938 unweit des Zauns anlegen ließ. Während die Häftlinge unter erbärmlichsten Bedingungen und in Todesangst lebten, genossen ihre tierischen Nachbarn ein privilegiertes Dasein. Der Besuch des Tiergeheges inklusive Bärenzwinger „war nicht nur den SS-Angehörigen und ihren Familien vorbehalten, sondern auch bei Zivilisten aus Weimar beliebt.“

Jens Raschke hat allerdings kein Stück über das KZ Buchenwald geschrieben, sondern er nutzt die Perspektive der Tiere, um sich mit fassungsloser Gewalt und kollektivem Wegschauen zu beschäftigen. Dabei entwirft er in seinem Text ein allgemeingültiges Szenario über Verhaltensmuster und Überlebensstrategien in einer unmenschlichen Welt. Für sein ebenso poetisches wie erschütterndes Plädoyer für Zivilcourage und Eigenverantwortung wurde er 2014 mit dem Deutschen Kindertheaterpreis ausgezeichnet.

Premiere Do, 18. Mai 2017, 18 Uhr, Studio

Termine & Karten

  • 18.05.17 Do
    18:00 Uhr / Studio
  • 22.05.17 Mo
    10:00 Uhr / Studio
  • 23.05.17 Di
    10:00 Uhr / Studio
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