Hamlet
Hamlet

Hamlet

„Not of an age, but for all time!“

„Seele unserer Zeit!“ nannte der englische Dichter Ben Johnson seinen Freund Shakespeare nach dessen Tod – nur um gleich anzufügen: „Nein, nicht einer Zeit gehört er an – allen Zeiten!“

Das Gefühl, zwischen den Zeiten zu stehen, zwischen einer Welt der Vergangenheit, die irgendwie begreifbar, geregelt und organisch war, in Ordnung, und einer, die nichts mehr davon ist, sondern unberechenbar, brutal, unbeeinflussbar, aus den Fugen – dieses Gefühl ist ein so universales, dass jeder denkende Mensch sich damit identifizieren kann. Man wacht auf, wird erwachsen, kritisch, verliert die Unschuld. Und keine Figur der Weltliteratur hat es so auf den Punkt gebracht wie Hamlet.

Und dann gibt es Zeiten, wo dieses Gefühl sich über ganze Gesellschaften stülpt, wo Veränderung nicht mehr als Prozess, sondern als Bruch empfunden wird, und was kommt, ist unheimlich und unbekannt. Wie man dem begegnen wird, ist die zentrale Frage. In solchen Zeiten ist Hamlet mehr als sonst kein psychologisches, sondern ein gesellschaftliches Drama.

Robert Schuster arbeitete als Opern- und Theaterregisseur u.a. in Basel, Bremen, Freiburg, Leipzig, am Deutschen Theater Berlin und am Schauspiel Frankfurt. Er ist außerdem Professor und Leiter des Studiengangs für Regie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Am DNT in Weimar inszenierte er Mephisto und bringt in der Spielzeit 2016/17 neben Hamlet das deutsch-französisch-afghanische Theaterprojekt KULA – nach Europa auf die Bühne.

Inszenierung Robert Schuster
Ausstattung Sascha Gross

Termine & Karten

  • 31.05.17 Mi
    19:30 Uhr / Großes Haus
  • 15.03.17 Mi
    19:30 Uhr / Großes Haus

    Diese Veranstaltung hat bereits statt gefunden

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